Abwasser

Abwasser wird gesammelt und gereinigt
Die Siedlungsentwässerung regelt die Abwasserentsorgung zur Entwässerung von Grundstücken, Liegenschaften und Verkehrsflächen von Baugebieten oder Weilern, bis hin zu Einzelanwesen ausserhalb der Bauzonen.
Nicht verschmutztes Regenwasser soll versickert werden oder in Oberflächengewässer eingeleitet werden, wo nötig mit Rückhaltemassnahmen zur Vergleichmässigung des Abflusses zwecks Schonung der Gewässer. Wo dies nicht möglich ist, entscheidet die Baubehörde (Gemeinderat) über andere Massnahmen.

Wohin mit dem Abwasser
Die Politische Gemeinde Tobel-Tägerschen entwässert das Schmutzwasser über das gemeindeeigene Kanalsystem in die Kanäle des Abwasserverbandes Lauchetal-Murgtal zur Kläranlage in Matzingen. Das Meteorwasser welches nicht in die Mischwasserkanäle gelangt, wird im Ortsteil Tägerschen in den Kaabach und im Ortsteil Tobel in die Hartenau geleitet.

Misch- oder Trennsystem
Die Art der Entwässerung der Bauzonen bzw. Siedlungsflächen durch die öffentlichen Kanalisationsanlagen der Gemeinde erfolgt entweder nach dem Mischsystem oder nach dem Trennsystem bzw. – neueren Erkenntnissen und der Gewässerschutzgesetzgebung folgend – nach modifizierten Varianten dieser Systeme. Welche Flächenanteile innerhalb Gemeindegebiet nach welchem System entwässert werden, ist im «Generellen Entwässerungsplan» (GEP) der Gemeinde festgelegt. Nach den Vorgaben des GEP hat sich die Erschliessungs- bzw. Quartierplanung und schliesslich die Grundstücksentwässerung bzw. der Eigentümer der einzelnen Liegenschaft zu richten.

GEP genehmigt
Sowohl der GEP des Ortsteils Tobel wie auch des Ortsteils Tägerschen sind vor kurzer Zeit überarbeitet und nach neusten Erkenntnissen geprüft worden. Beide so überarbeiteten Versionen sind im Jahre 2012 abgeschlossen und genehmigt worden.

Abwasser von Baustellen
Die SIA-Empfehlung 431 „Entwässerung von Baustellen" zeigt, wie die Abwässer zu behandeln und zu entsorgen sind. Trotzdem passieren immer wieder Gewässerverschmutzungen durch?Unwissenheit und Fahrlässigkeit, oder wegen grober Missachtung der Vorschriften aufgrund von Profitdenken.
Wird das Abwasser von Baustellen in eine Meteor- bzw. Regenwasserleitung, die üblicherweise direkt in ein Gewässer führt, abgeleitet, ist die Gewässerverschmutzung unvermeidlich. Wird auf Absetzbecken verzichtet, kann die Kanalisation oder Abwasserreinigungsanlage mit Baustellenschlamm in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Weiter können wassergefährdende Flüssigkeiten oder Stoffe den Baugrund und das Grundwasser derart verschmutzen, dass danach ein belasteter Standort (Altlast) vorliegt.
Die Baustellenentwässerung ist daher von der Bauverwaltung oder dem von der Gemeinde beauftragten Ingenieur vor Inbetriebnahme derselben zu kontrollieren. Während dem Baufortschritt sind periodische Kontrollen angebracht, da unterschiedliche Unternehmer nacheinander tätig sind und Abwasser aus ihren Bauprozessen anfällt.