Bürgergemeinde

Laut dem Gesetz über die Gemeinden von 1999 darf auf dem Gebiet einer Politischen Gemeinde nur noch eine einzige Bürgergemeinde bestehen. Die Bürgergemeinden der ehemaligen Ortsgemeinden oder später fusionierender Politischer Gemeinden haben sich innerhalb von 12 Jahren nach der Bildung einer neuen Politischen Gemeinde zusammenzuschliessen. Die Bürgergemeinden von Tobel und Tägerschen haben sich gemäss Gesetz zusammengeschlossen. Präsident der Bürgergemeinde ist Ralph Müller aus Erikon.

Bürgergemeinde fördert Kultur
Da beide ursprünglichen Gemeinden in etwa dasselbe Vermögen in die Fusion einbringen sollten, stellte sich für die Bürgergemeinde von Tobel die Frage, was sie mit den 30'000 Franken machen sollten, die sie mehr hatten. Die Idee zur Gründung eines Kulturfonds sei an der letzten Bürgergemeindeversammlung entstanden, sagt Käthi Meienhofer, Präsidentin der Kulturfondskommission. «Es gab kein konkretes Projekt, das wir hätten unterstützen können. So entschlossen wir uns zu diesem Schritt.»

Die Kommissionsmitglieder Paul Seiler, Markus Widmer und Käthi Meienhofer erläutern gemeinsam mit Ralph Müller, Präsident der Bürgergemeinde Tobel, die Gründung des Kulturfonds. Die Bürgergemeinde Tobel hat einen Kulturfonds gegründet. 30'000 Franken stehen für Projekte zugunsten aller Einwohner von Tobel und Tägerschen zur Verfügung. Allerdings nur bis 2015 – dann wird der Fonds wieder aufgelöst.

So stehen nun 30'000 Franken für kulturelle Projekte zur Verfügung, die der Bevölkerung von Tobel und Tägerschen dienen. Dass von diesem Geld, das ursprünglich ja nur den Bürgern von Tobel – Personen mit Bürgerrecht und Wohnsitz in Tobel – gehörte, nun die gesamte Dorfbevölkerung profitieren kann, sei an der Versammlung der Bürgergemeinde kein Thema gewesen, sagt Ralph Müller, Präsident der Bürgergemeinde Tobel. «Die Fondsgründung war eine einstimmige Angelegenheit.»

2015 folgt die Auflösung - Gesuche für kleinere Projekte können jederzeit gestellt werden. Die Kulturfondskommission trifft sich spontan. Die 30'000 Franken aus dem Kulturfonds stehen jedoch nicht ewig zur Verfügung. Gemäss Bestimmung der Bürgerversammlung wird der Fonds 2015 aufgelöst. Sollte dann noch Geld übrig sein, wird damit Wald oder Kulturland gekauft.